Die Anfänge...
„Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst." (Mahatma Gandhi) Dieser Satz hängt noch heute auf einer Postkarte an der Küchenwand von Estevan und kann sicherlich als das Leitmotiv von „Rollis für Afrika e.V." gesehen werden.
Estevan hatte schon lange die Idee, ein Projekt zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung in Entwicklungsländern zu gründen. Er ist selbst körperbehindert und weiß die Möglichkeiten zu schätzen, die ihm ein Leben in Deutschland bietet. Dies galt es positiv zu nutzen! Der Hauptgedanke war und ist es auch heute noch, diese Privilegien sinnvoll zu nutzen und denen Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen, die sie dringend benötigen. Da ihm der direkte Kontakt mit den behinderten Menschen wichtig ist, wollte er Hilfe nicht nur in Form von Geldspenden an bereits bestehende Organisationen leisten, sondern selbst aktiv werden. Während eines Gesprächs im Herbst 2003 zeigte sich Pablo von der Idee begeistert und entschloss sich spontan dazu, Estevan bei seinem Vorhaben mitzuhelfen. Der Abend im Oktober kann somit als das Entstehungsdatum von Rollis für Afrika gesehen werden.
Doch wieso Senegal und wieso Rollstühle?
Durch vergangene Reisen kannte Pablo bereits den Senegal, wodurch die Entscheidung sich für diesen Teil Afrikas zu engagieren, maßgeblich beeinflusst wurde. Der Entschluss körperbehinderte SenegalesInnen mit dringend benötigten Hilfsmitteln zu unterstützen, geht auf Estevan zurück. Wie bereits erwähnt, ist er selbst körperbehindert (Muskelatrophie) sowie darüber hinaus beruflich im medizinischen Bereich tätig und verfügt somit über ausreichend Erfahrung und Sachkenntnis. Nachdem die Rahmenbedingungen des Projektes abgestochen waren, konnte die erste Reise für März 2004 geplant und umgesetzt werden. Durch einen glücklichen Zufall lernten Pablo und Estevan gleich zu Beginn Vertreter der „Association Nationale des Handicapés Moteurs du Sénégal" (ANHMS), einer Behindertenorganisation in Dakar, kennen. Hierdurch gewannen die Reisenden einen grundlegenden Einblick in die Situation körperbehinderter SenegalesInnen und ihres Bedarfs an Hilfsmitteln.
Mit den neuen Erfahrungen und Eindrücken im Gepäck erfolgte nach drei Wochen die Rückkehr nach Deutschland und die Umsetzung weiterer Schritte.
Hier gehts weiter zur Bildergallerie