Unsere Projektarbeit bezieht sich sowohl auf den Senegal als auch auf Deutschland. Neben unserer Hauptaufgabe, der Verteilung von Hilfsmitteln, führen wir im Senegal Workcamps, Workshops sowie Schulprojekttage durch und finanzieren Projekte, die Aufklärungsarbeit leisten. Die Arbeit in Deutschland ist vor allem durch die Projektarbeit an Schulen, der Organisation von Workshops, Ausstellungen und Benefizveranstaltungen sowie der Durchführung von Infoständen geprägt. Primäres Ziel ist es, Aufklärung über die sozialen und medizinischen Verhältnisse senegalesischer Behinderter zu leisten und ein Problembewusstsein in den Köpfen der Menschen zu schaffen.
Der erste Container
Die Eindrücke der ersten Reise in den Senegal sowie die neugewonnenen Erkenntnisse über die soziale und medizinische Situation der behinderten SenegalesInnen sorgten dafür, dass wir, wieder zurück in Deutschland, sofort mit der Projektarbeit begannen. Erste Rollstühle wurden gesammelt, Flohmärkte veranstaltet, um Geld zu sammeln und der Freundeskreis motiviert, sich aktiv zu beteiligen. Durch einen Zufall lernten wir in Heidelberg Amacoduo Diouf kennen, einen Senegalesen, der bereits mehrjährige Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit mit Senegal hatte sowie mit dem Verschiffen von Überseecontainern. In Zusammenarbeit mit ihm, konnten wir im November 2004 den ersten Container beladen mit Rollstühlen, Gehilfen und sonstigen medizinischen Hilfsmitteln nach Dakar verabschieden.
Die Verteilung vor Ort erfolgte dann im Februar 2005 in enger Kooperation mit Mitgliedern der „Association Nationale des Handicapés Moteurs du Sénégal" (ANHMS). Die Hilfsmittel des ersten Containers kamen vor allem Krankenhäusern, Sozialeinrichtungen und Behindertenorganisationen zugute.
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Workcamp in Guediawaye
Die ANHMS/Guediawaye ist eine lokale Organisation der ANHMS Senegal, arbeitet jedoch autonom und erhält durch ihren Dachverband nur sehr geringe finanzielle Zuwendungen. Aus diesem Grund ist es äußerst schwierig für sie, die Instandhaltung ihrer Gebäude zu gewährleisten bzw. den Ausbau voranzutreiben. Während unserer zweiten Projektreise beschlossen wir deshalb spontan, gemeinsam mit den Mitgliedern der Einrichtung und finanziert durch Spendengelder von Rollis für Afrika, das Centre in Guediawaye zu renovieren und weiter auszubauen.
Durch die von Vanessa Böhme im Februar 2005 organisierte Ausstellung "Don't go! Fly! - Afrika, Behinderung, Lebensfreude" war dies für uns finanziell möglich. Dabei kam es zu einer intensiven Zusammenarbeit von Senegalesen und Deutschen. Es wurden Gehwege rollstuhlgerecht umgebaut, Rampen an den Eingängen angelegt, das Gebäude von außen verputzt sowie ein Veranstaltungsraum vollständig gefliest und frisch gestrichen. Innerhalb des folgenden Jahres haben dann die Mitarbeiter des Centre den Ausbau weiter vorangetrieben und die Wände mit Bildern und Sprüchen verziert, die zum Thema Behinderung Aufklärungsarbeit leisten.
Das Gebäude dient nun hauptsächlich als Begegnungstreff für Körperbehinderte, als Ausbildungsstätte für behinderte und nichtbehinderte Menschen und als Veranstaltungsraum, den jeder gegen Gebühr nutzen kann, um Geburtstage und Familienfeste zu feiern. Gleichzeitig dient das Gebäude als eine Chance, Integration und Sensibilisierung voranzutreiben, da es die Möglichkeit bietet, dass sich Nicht-Behinderte und Behinderte begegnen und gemeinsam erleben.
Bilder vom Ausbau des Centre in Guediawaye
Spenden eines Behindertentransportes
Bereits während der ersten Projektreise in den Senegal fiel uns auf, wie schwer es für Leute außerhalb des Stadtgebiets von Dakar ist, die Einrichtungen der ANHMS/Guediawaye zu besuchen. Also beschlossen wir in Deutschland einen Bus zu kaufen und an die ANHMS/Guediawaye auszuleihen. Finanziert durch private Gelder konnten wir in Deutschland einen gebrauchten Mercedes MB 100 kaufen und im Rahmen der zweiten Projektreise in den Senegal bringen. Einige Mitglieder von Rollis für Afrika entschlossen sich dazu, die Überführung des Busses nicht per Schiff zu erledigen, sondern selbst in die Hand zu nehmen. Innerhalb von zwei Wochen fuhren sie von Heidelberg über Frankreich, Spanien, Marokko und Mauretanien ca. 4.000 km bis an die Grenze des Senegals.
Leider gab es dann dort größere Probleme mit der Einfuhr, so dass der Bus für fast ein Jahr, in einer sicheren Garage geparkt, stehen bleiben musste. Erst während der dritten Projektreise konnten wir die Genehmigung zur Einfuhr erreichen und den Bus Ende Februar 2006 an die Einrichtung in Guediawaye übergeben. Neben seiner ursprünglichen Bestimmung als Behindertentransport für Menschen außerhalb Dakars dient er uns zusätzlich während unserer Projektreisen als Transportfahrzeug für die Rollstühle. Er erfüllt somit einen doppelten Zweck: Integration von Behinderten und Unterstützung bei der Verteilung von Hilfsmitteln.
Bilder von der Übergabe des Busses an das Centre in Guediawaye
Unser zweiter Hilfsmittelcontainer
Nach über einem Jahr Fundraising war es endlich so weit. Die Vorbereitungen für die dritte Projektreise des Vereins Rollis für Afrika in Deutschland waren abgeschlossen und ein Container mit Hilfsmitteln konnte am 3. Februar 2006 Deutschland verlassen. An Bord befanden sich nicht nur über 70 Rollstühle, 51 Paar Gehhilfen und mehrere Dusch- und Toilettenrollstühle, sondern auch Nähmaschinen für integrative Ausbildungszentren, Gehstöcke, Kleider für Straßenkinder, sowie Rollatoren und Gehbänkchen.
Mark und Pablo machten sich schon Anfang Februar in den Senegal auf und hatten dabei zwei Ziele: Zunächst sollte das im letzten Jahr aufgrund bürokratischer Hürden unvollendete Projekt, der Partnerorganisation Guèdiawaye einen Bus zur Verfügung zu stellen, realisiert werden. Darüber hinaus musste der Hilfsmittelcontainer die Zollschranke überwinden. Hierbei fanden die beiden Unterstützung eines Beamten des Gesundheitsministeriums und durch befreundete Senegalesen. Nach vereinten Anstrengungen konnte der Container am 27. Februar den Hafen verlassen und noch am selben Tag nach Guédiawaye gebracht werden. Von hier aus sollte dann die Verteilung der Hilfsgüter starten. Nach und nach fanden sich auch die weiteren deutschen Teilnehmer des Projektes im Senegal ein. Einige waren das erste Mal auf afrikanischem Boden und konnten hier die senegalesische Gastfreundlichkeit (teranga) sowie die klimatische und menschliche Wärme genießen.
Auch während dieser Verteilung haben wir mit der ANHMS zusammengearbeitet. Es war uns jedoch wichtig, stärker in den Verteilungsprozess involviert zu werden. Die Erfahrungen der vorangegangenen Projektreisen halfen uns hier weiter. In vertrauter Atmosphäre und bei einem persönlichen Gespräch entschieden wir gemeinsam, welcher Rollstuhl am besten für wen geeignet ist. Gleichzeitig konnten wir die Überführung des Busses von Mauretanien nach Senegal erfolgreich erledigen und uns über den weiteren Verlauf des Ausbaus des Centres informieren. Nach sechs Wochen ging für alle Beteiligten eine erfolgreiche Projektreise zu Ende.
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Unser dritter Hilfsmittelcontainer
Nachdem unsere vorhergehenden Projektreisen immer im Jahresrhythmus vollzogen wurden, dauerte es diesmal zwei Jahre, bis der dritte Container nach Senegal verschifft wurde. Vor allem finanzielle Probleme behinderten uns daran, die 88 Rollstühle, 52 Rollatoren und 13 Nähmaschinen schon früher zu versenden.
Nichtsdestotrotz blieb der Kontakt zum Centre und dabei insbesondere zu unseren beiden Mitarbeitern Omar und Pape bestehen. Nicht zuletzt dadurch, dass wir zwischenzeitlich unsere ersten vier Praktikanten erfolgreich nach Senegal vermitteln konnten. Sie kümmerten sich während ihres zehnmonatigen Aufenthaltes darum, die Aufklärungsarbeit voranzutreiben und die Nachbetreuung von den Benefiziären auszubauen.
Während der sechswöchigen Projektreise wurde der Großteil der Hilfsmittel in den Regionen St. Louis, Rufisque, Mbour und Guediawaye/Pikine (Dakar) verteilt. Erstmalig übernahmen die Mitreisenden von Rollis für Afrika hauptverantwortlich die Verteilung der Hilfsmittel. Erleichtert wurde uns die Arbeit durch unsere senegalesischen Partner „Pape" Baccary Diallo und Omar Laye Ly, welche ihre Kenntnisse aus der Arbeit für die AHNMS nutzen konnten, um die Kontakte zu anderen Zentren aufzubauen und Informationen über bedürftige Menschen in Erfahrung zu bringen. Zusätzlich wurden wir noch in St. Louis von Vertretern der CPRS und der katholischen Diözese bei der Verteilung unterstützt.
Unser Augenmerk lag bei der Aktion vor allem darauf, diejenigen zu erreichen, die weit außerhalb der Ballungszentren leben und weder die finanziellen noch sozialen Möglichkeiten hatten, sich aktiv an uns zu wenden. Dieser Schwerpunkt ergab sich aus den Erfahrungen vorangegangener Reisen, dass in vielen Familien Senegals behinderte Angehörige von der Öffentlichkeit versteckt werden und in dunklen Hinterhöfen dahinvegetieren. Wir achteten insbesondere auch darauf, die orthopädischen Hilfsmittel in den verschiedenen Regionen möglichst effektiv und unter geringstem Einsatz finanzieller Resourcen zu verteilen. Die Vergabe der Nähmaschinen erfolgte unter der Prämisse, dass ein langfristiger und sinnvoller Einsatz möglich ist.
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Workshop Ergotherapie/Physiotherapie
Während unserer bisherigen Senegalreisen mussten wir immer wieder mit Erschrecken feststellen, dass viele Missbildungen (wie z.B. Dekubitus, Kontrakturen) durch einfache Prophylaxe hätten verhindert werden können. Zwar versuchen wir bei der Verteilung der Hilfsmittel immer wieder die Betroffenen darauf hinzuweisen, dass sie bestimmte Vorsorgemaßnahmen treffen sollen, doch ist dies nicht immer ausreichend. Aus diesem Grund entschlossen wir uns dazu, ein dreitägiges Seminar zu finanzieren, bei dem den teilnehmenden Senegalesen Grundkenntnisse in ergo- und physiotherapeutischen Maßnahmen vermittelt wurden. Dies ist als ein Tag zur Selbsthilfe zu sehen, da die Absolventen das neu erworbene Wissen in ihren Dörfern direkt anwenden und weitervermitteln können.
Unser vierter Container
Während der Vorbereitungen zur fünften Projektreise im Sommer 2008 wurden wir von einem Filmteam des SWR angesprochen. Das Team um Markus Henssler und Sebastian Georgi plante eine Doku für das Sendeformat „Auslandsreporter" des SWR und ist über das Internet auf uns aufmerksam geworden. Nachdem alle beteiligten Parteien die Rahmenbedingungen abgeklärt hatten, wurden wir über fünf Monate immer wieder von einem Kamerateam begleitet. Insbesondere das Wirken von Estevan stand dabei im Mittelpunkt des Geschehens.
Der Container war diesmal bestückt mit 80 Rollstühlen sowie noch zusätzlich unzähligen Gehilfen, Rollatoren und sonstigen Hilfsmittel. Darüber hinaus wurde uns das komplette Inventar einer Schreinerei überlassen, darunter waren z.B. eine Bandschleifmaschine, eine Kreissäge und eine Hobelmaschine. Die Werkzeuge sollten in Dakar den Grundstock für den Aufbau einer integrativen Ausbildungsstätte bilden. Leider mussten wir für dieses Projekt einsehen, dass wir nicht ausreichend Kapazitäten für die Umsetzung zur Verfügung hatten. Letztlich wurde sie an einen ansässigen Schreiner verkauft und dient jetzt seiner Existenzsicherung. Das für die Werkstatt erhaltene Geld floss unmittelbar in die Verteilungsaktion der Hilfsgüter des dritten Containers, wodurch doch noch ein sinnvoller Einsatz gewährleistet wurde.
Wie schon bei der vergangenen Reise wurde die Verteilung von uns selbstständig durchgeführt, lediglich Omar und Pape von der ANHMS versorgten uns mit Informationen über Bedürftige. Der Verteilungsradius umfasste diesmal nicht nur die Gebiete rund um Dakar, sondern erstreckte sich bis weit über St. Louis hinaus. Außerdem lag der Fokus wiederum auf Bedürftigen, die durch ihre Behinderung besonders stark vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind und denen die Grundversorgung mit einem Rollstuhl ihre Menschenwürde zurückgibt und ein selbstständigeres Leben ermöglicht.
Ungefähr sechs Monate nach der Rückkehr aus Senegal war das Team der Bildmanufaktur GmbH mit dem Schnitt der Dokumentation über unsere Arbeit im Senegal fertig, so dass sie erstmalig am 28. 10. 2009 unter dem Titel „Rollis für Afrika" - Ein Rollstuhl, ein Leben! auf dem SWR ausgestrahlt wurde. Eine Woche zuvor fand die Kinopremiere des langen Films „Estevan - Toubape" in Stuttgart statt. Beide Filme sorgten für breite Aufmerksamkeit und brachten uns jede Menge Unterstützung ein.
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Unser fünfter Container
Wow, dies ist bereits unser fünfter Container. Konkret bedeutet dies, dass wir fast 1.000 Hilfsmittel nach Senegal gespendet und verteilt haben. Dies bedeutet aber auch, dass wir fast 1.000 Menschenleben positiv verändern konnten. Durch die zusätzliche Flut an Geld- und Sachspenden im Anschluss an die TV Übertragung der Dokumentation „Rollis für Afrika" - Ein Rollstuhl, ein Leben! konnten wir bereits frühzeitig mit der Planung dieses Containers beginnen. Voll beladen mit über 260 Rollstühle, Gehhilfen und orthopädische Spezialgeräte, stellte er die größte Lieferung seit unserer Projektgründung dar. Darüber hinaus wurden wir erstmalig bei der Verteilung der Hilfsmittel von vier jungen Praktikantinnen aus Schopfheim und Berlin begleitet. Zusammen sind wir in die abgelegensten Orte Senegals gefahren, um die Menschen zu erreichen, die am wenigsten die Chance haben, an Hilfsmittel zu kommen.
Bei tagelangen Verteilaktionen in Steppen, Dörfern und Städten Senegals konnten wir Dank der umfangreich gespendeten Hilfsmittel, vielen behinderten Menschen helfen und sie unabhängiger und mobil machen. Jedoch war es in etlichen Fällen mit einem Rollstuhl oder Gehhilfen längst nicht getan. Viele Leute, darunter häufig Eltern mit ihren Kindern, kamen mit schweren Behinderungen und Erkrankungen hilfesuchend zu uns, da sie keinerlei Mittel haben, diese behandeln zu lassen. Konfrontiert mit erschütternden Einzelschicksalen haben wir uns daher entschieden, über Individualspenden Kinder zu unterstützen. Darunter einige an Hydrozephalus (Wasserkopf) erkrankte, denen mit einer einzelnen OP (Shuntlegung) das Leben erhalten und dauerhaft geholfen werden kann.
Bei unserer Verteilaktion in Koungheul kam der 20 Jährige Ibrahima völlig ausgemergelt mit schmerzverzerrtem Gesicht und massiv geschwollenem Bein zu uns. Er leidet, seit er 2 Jahre alt ist an chronischer Elephantiasis, einem entzündlichen Lymphstau, der zu einer extremen Vergrößerung seines linken Fußes und Verhärtung der Haut führte. Hauptursache hierfür sind durch Stechmücken übertragene Fadenwürmer. In den letzten 3 Monaten ist Ibrahimas Bein immer mehr angeschwollen, multiple offene Spannungsblasen sowie Dreck und Fliegen verschlimmerten die parasitäre Infektion. Als er zu uns kam war er völlig am Ende. Von Schmerzen gezeichnet, stand er kurz vor einer Sepsis. Er bat uns um Hilfe und wir beschlossen ihn direkt ins Krankenhaus bringen zu lassen und in Zusammenarbeit mit der dortigen Behindertenvereinigung die Operation, in diesem Fall eine Amputation, zu organisieren und zu finanzieren.
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Sensibilisierungsarbeit im Senegal
Während der Projektreise 2008 wurden wir in der Region Ngueniene angesprochen, dass es insbesondere gegenüber behinderten Frauen sehr viel Diskriminierung gibt. Wir kamen gemeinsam mit den Betroffenen überein, dass wir diesem Zustand entgegenwirken wollen und sie dafür ein Veranstaltungskonzept entwickeln sollten. Nach circa zweijähriger Vorlaufzeit konnte das Vorhaben dann im März 2010 in die Tat umgesetzt werden, wobei Rollis für Afrika jedoch nur als Förderer auftrat und die Veranstaltungskosten in Höhe von 600 € übernahm.
Die Frauen der ANHMS/Guediawaye und die Präsidentin aller Frauen der ANHMS/Senegal organisierten einen zweitägigen Workshop, der die Probleme der Behinderten selbst und in Form gesellschaftlicher Diskriminierung thematisierte. Am ersten Tag ging es darum, die vorhandenen Probleme zu konkretisieren und Lösungsstrategien zu entwickeln. Der zweite Tag war durch die praktische Umsetzung der erarbeiteten Ergebnisse geprägt. Hierzu wurden die 25 Dorfchefs der Region Ngueniene, der Vorstand der katholischen Diozöse, der Imam und örtliche Vertreter des Islams sowie der Bürgermeister und Vertreter aus den regionalen Parlamenten eingeladen. Ziel war es zusammen mit den Entscheidungsträgern der verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereiche die Rahmenbeding-ungen dafür zu schaffen, dass es in Zukunft weniger Diskriminierung und Ausgrenzung Behinderter SenegalesInnen in der Region gibt.
Aufklärungsarbeit in Deutschland
Die Projektarbeit in Deutschland ist vor allem dadurch geprägt, dass wir in Schulen Vorträge halten, Selbsterfahrungskurse mit den Schülern durchführen und gemeinsam die Problematik Behinderter im Senegal erarbeiten. Ziel ist es innerhalb der Schülerschaft ein Problembewusstsein für die Situation in Entwicklungsländern zu entwickeln und sie dazu in die Lage zu versetzen, ihr alltägliches Verhalten in Bezug auf die Probleme der Entwicklungsländer kritisch du überdenken.
Wie ist die Situation Behinderter im Senegal? Welche ganz alltäglichen und selbstverständlichen Annehmlichkeiten habe ich in Deutschland? Wie kann ich mit meinem Verhalten die Situation in Entwicklungsländern mit beeinflussen? All dies sind Fragen, die während der meist eintägigen Projekte in Schulen behandelt werden.